Aus einem Traum wurde ein Plan

By flotux

Wie bin ich auf die VIA Eden Plattform gekommen? Dass VIAs mini-ITX Hardware wenig Strom benötigt, ist ja mittlerweile ein Gemeinplatz. Nun kam es also nur noch darauf an, welcher VIA-Prozessor und welcher Chipsatz genau zu verbauen war.

So sah meine Einkaufsliste bei Reichelt aus:

Reichelt-Preis

    Morex
    CUBID CP3677SW

    Mini-ITX Gehäuse

    97,50 €

    J7F4K1G2

    Mini-ITX Motherboard 1200MHz / passiv

    151,90 €

    DDR2-IN533 512MB

    Infineon/Qimonda 240pin 1,8V PC4200

    26,90 €

    WD 1200BEVS

    Notebookfestplatte SATA 120GB 5400rpm

    68,90 €

    AK 3197

    S-ATA Stromadapter gerade, +5,25

    1,85 €

VIA_mini-ITX-Hardware

Die VIA-Webseite listet eine Unzahl an verschiedenen Prozessoren (C3- und C7-Variante), was die Auswahl nicht gerade leicht macht. Ich habe mich für den VIA Eden 1200 entschieden, der mit 1200 MHz getaktet ist und maximal 7 Watt an Leistung verbrauchen soll.

Als Gehäuse habe ich mich für das CUBID CP3677 entschieden. Es nimmt eine 2,5" Festplatte und alle gängien mini-ITX-Hauptplatinen auf. Auf der Rückseite kann leider keine PCI-Karte (auch nicht mit einer Riser-Karte) eingebaut werden. Zum jetztigen Zeitpunkt stellt das für mich aber keine Einschränkung dar. Das Gehäuse besitzt ein externes Netzteil, das passiv gekühlt wird und mit 12 V arbeitet. Der Anschluss am ATX-Anschluss ist über eine Wandlerplatine realisiert, die bereits im Gehäuse angebracht ist.

Dem Gehäuse und seinen Vor- und Nachteil werde ich demnächst noch einen eigenen Blog-Eintrag widmen.

Cubid_CP3677SW

Da die Speicherpreise momentan im Keller sind, habe ich für mich ein 512 MB DDR2-Markenspeichermodul von Infineon/Quimonda entschieden.

Infineon_Qimonda_512_MB_DDR-2_RAM_PC4200

Bei der Notebookfestplatte war für mich der Anschluss entscheidend. Aufgrund der dünneren und einfach zu verlegenden Kabel wollte ich dass schwankte ich zwischen einer Samsung-Festplatte und der obene aufgelisteten Western Digital Festplatte. Für die Samsung Festplatte sprach vor allem die Lautstärke. Die Western Digital Platte punktete vor allem bei der Geschwindigkeit und der Zugriffszeit. Laut c’t sollte die WD 1200BEVS auch im Betrieb nicht allzu laut sein.

Western_Digital_1200BEVS

Die Hauptplatine J7F4K1G2 von Jetway ist billiger als ihre original VIA-Pendants und bietet als Zuckerl zwei Gigabit Ethernet Ports. An Schnittstellen bietet sie 4 direkte USB-Anschlüsse, Audio-Buchsen, Seriell, Parallel, Maus, Tastatur und VGA.

Jetway_J7F4K1G2

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4 Antworten zu „Aus einem Traum wurde ein Plan“

  1. therealaddict sagt:

    Moin, bin über Google auf diesen Beitrag gestossen. Gibt es nach zwei Monaten Betrieb Erfahrungen die Du teilen kannst? Ich stehe auch kurz vor dem Aufbau eines VIA-basierten Systems. Wichtig dabei sind mir USB2 und Gigabit Ethernet (womit gebrauchte Systeme meist rausfallen). Die Intel-basierten Lösungen im Mini-ITX-Bereich verbrauchen mir leider zu viel Strom. Passiv ziehe ich eindeutig vor, sodass ich evt. den Prozessor soweit heruntertakten würde, dass ein passiver Betrieb möglich ist. Das von Dir verwendete Board wäre für mich ideal. Nur würde ich mir gerne die Option offen halten eine TV-Karte zur Verwendung von VDR einzubauen. Deshalb kommt das gewählte Gehäuse wohl nicht in Frage. 1 Gig Speicher sollten es sein und reichen vollkommen… kostet ja monentan nichts. Das neue Pico-Bausatzsystem von VIA inkl. Gehäuse finde ich ganz interessant, nur scheint es noch kaum lieferbar und der Preis ist einiges über dem empfhohlenen Strassenpreis. Ohne Gigabit-Unterstützung möchte ich da auch kaum zugreifen. Zumindest der Stromverbrauch ist einfach unschlagbar.

    Einsatzgebiet ist Multipurpurse-Server (File, Web, Blog, SVN, Trac, P2P mit rTorrent, etc., SQL Database, indexed document search, etc.), vermutlich auch mit externer HD über USB. Ich werde vermutlich nur Console ohne X installieren. Hast Du Erfahrung bzgl. der Hardware? Soll da ja u.U. Probleme mit dem Spindown geben bei externen Platten?

    Gruss, AddicT

  2. flotux sagt:

    Hallo AddicT,

    entschuldige, dass ich erst jetzt melde. In den letzten Wochen war beruflich und privat einiges los.

    Nun zu Deinen Anfragen, die ich hoffentlich zufriedenstellend beantworten kann.

    > Gibt es nach zwei Monaten Betrieb Erfahrungen die Du teilen kannst?
    Das Board läuft mit dem aktuellen BIOS 08 aus meiner Sicht absolut stabil. Ich hatte noch keine Abstürze oder Hänger. Ich hatte einmal das Problem, dass beim Anstecken des Netzwerkkabels nach dem Booten der Link zu einem Netzwerkport nicht verfügbar war. Da hat nur ein Neustart gereicht.

    Von einem rein passiven Betrieb rate ich mit meiner Konfiguration ab, so lange eine Festplatte verbaut wird! Wenn Du aber eine Flash-SSD oder eine extern USB-Platte verwendest, wäre das durchaus möglich.

    Was mir an der Kombination CPU, Board und BIOS gefallen hat, ist die Möglichkeit, dass die CPU dynamisch heruntertaktbar ist (sowohl Frequenz als auch Versorgungsspannung).

    Eine PCI-Karte habe ich bisher nicht verbaut, weil die natürlich in das Gehäuse nicht passt.

    Nun zur Hardware: Bei mir lief das Board mit dem anfangs installierten BIOS (ich glaube das war 03) sehr instabil. Ein BIOS-Update ist somit Pflicht. Es gab weder beim Speicher noch bei den Laufwerken (für die Installation ein altes IDE CD-ROM-Laufwerk, als Festplatte eine 2,5″ SATA-HDD) Probleme. Zum Spin-Down kann ich nichts sagen, da ich es nicht einsetze. Ich setze nur eine Festplatte ein, die vor allem für den Apache und P2P herhalten muss. Da käme der Spindown praktisch nicht vor. Ich kann mir auch nicht ganz vorstellen, dass das ein Problem des Boards sein soll. Ich schätze eher, dass das ein Problem mit den Linux-Fesplatten-Tools bzw. der Festplatte ist.

    Zusammenfassung:

    - Für weniger rechenintensive Aufgaben sehr gut geeignet
    - Sparsam im Betrieb mit externem Netzteil und Notebook-Hardware
    - Dual GBit-Ethernet (selten zu finden)
    - Prozessor unterstützt lastabhängiges Powermanagement
    - normales DDR2-RAM (momentan unschlagbar günstig)
    - SATA-Anschluss
    - Für Streaming Client weniger geeignet, da onBoard-Audio schwach ist

    Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen. In den nächsten Wochen plane ich, den ein oder anderen Artikel online zu stellen. Schau einfach ab und zu mal wieder vorbei.

    MfG
    Flo

  3. waldi83 sagt:

    Hallo!

    Wie ist die Gigabit Ethernet performance? ( Durchsatz, CPU Last). Hatte hier einen Via C3 mit 800 Mhz am laufen…

  4. flotux sagt:

    Hallo waldi83,

    per Samba von Windows XP mit SP3 aus über ein Corss-Kabel bekomme ich bei einer Gigabit-Verbindung ca. 20 MB/s Durchsatz bei einer Auslastung von ca. 40 – 50%, wenn z.B. eine mehrere GB große Datei übertragen wird.

    Der Durchsatz ist somit nicht berauschend. Da ich den Samba aber nur für die inkrementelle Sicherung meiner Eigenen Dateien benötige, fällt die kleine Durchsatzschwäche nicht übermäßig aus.

    Für was verwendest Du so Deinen VIA?

    Gruß
    Flo

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